Das neue Album: Schön wie der Tag
Schön wie der Tag (Hochzeitsmarsch)
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hans-hitzerothBegegnungen. Wenn man Hans Hitzeroth zum ersten Mal begegnet, dann trifft man Norddeutschland. Man lernt das Land über den Menschen Hans kennen. Südlich von Hamburg ist er aufgewachsen, mitten in der Lüneburger Heide. Viel Wald, viel Natur, Heidschnucken. „Ich hatte nie Angst im Wald“ erzählt er heute. Wenn durch die Äste der Kiefern der Wind rauscht, dann bringt er den Geruch des Meeres in das flache Land. Obwohl: Hans würde nie „flach“ sagen. Er nennt die Lüneburger Heide „leicht hügelig“. In Bayern, wo er heute lebt, entlockt diese Beschreibung den Menschen bloß ein süffisantes Lächeln. Es war ein langer Weg in den Süden. Hans, der Tenor, der den Geruch der salzigen Meeresluft so liebt, schob sich in Etappen von der ländlichen Abgeschiedenheit mehr und mehr Richtung städtischer Hektik. Auf die Heide folgte Detmold. Dort steht die „Nordwestdeutsche Musikakademie“, wo schon Brahms lehrte und komponierte. Nach nur acht Semestern drängte es den jungen Sänger auf die Bühne und heuerte beim Landestheater Detmold an. Er sang in Musicals, Operetten und Opern, konnte seiner Kreativität oft freien Lauf lassen. Diese Zeit prägte den jungen Tenor enorm und schärfte nebenbei sein komödiantisches Talent.

Nach dem Intermezzo in Dortmund lebt Hans Hitzeroth heute in München und vermisst den Geruch des Meeres. „Geopfert“ hat er sich, meint er ironisch. Tatsache ist, dass er erst lernen musste, mit dem Süden „umzugehen“. Es fehlte das Norddeutsche, dieser trockene Umgang der Menschen untereinander. „Es passiert etwas jenseits der Sprache. Es finden stille Übereinkünfte zwischen den Menschen statt.“ Wenn Hans darüber spricht, dann riecht man selbst in München den Wind, den das Meer in sich trägt. Die „stillen Übereinkünfte“ wirken diesseits von Hannover leicht spröde und manchmal humorlos. Aber wer das so verspürt, der hat das Land nicht verstanden. Humorlosigkeit ist nicht die Sache von Hans Hitzeroth.Er saugt mit Sinnen und Freude die Umgebung und das Leben auf. Er ordnet seine Gedanken und passt auf, dass im Kopf genug Platz für den kreativen Wahnsinn bleibt, für den Teil seines Lebens, der nie geordnet werden darf.

Zuhause spielt Hans auf seinem geliebten Steinway, zu dem er eine ganz besondere Beziehung aufgebaut hat. „Ich habe großen Respekt davor, dass Menschenhand so etwas schönes geschaffen hat. Im Übrigen in Hamburg gebaut!“ In der Tat behandelt er den Flügel fast wie einen Freund. Dieser Freund hilft beim entspannen, sich kreativ zu entfalten und vor allem: die Liebe zu Bach auszuleben. „Bach ist Ordnung und Lebendigkeit“, sagt Hans Hitzeroth. So ist denn auch Hans’ Leitspruch „Zuerst das Handwerk, dann die Fantasie. Schließlich ist der Tenor Norddeutscher und gibt uns zum Nachdenken folgendes mit auf die Reise: „Du kennst das Meer, ich kenn das Meer. Also, was reden wir so viel!“