Das neue Album: Schön wie der Tag
Schön wie der Tag (Hochzeitsmarsch)
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Der Mann der Gegensätze „Alles ist Musik“

Hubert Schmid ist 2003 zu den Jungen Tenören gestoßen. Schmid, das ist ein sehr deutscher Name und der erste Eindruck, den der dritte junge Tenor vermittelt, wirkt auch dementsprechend aufgeräumt. Der Scheitel sitzt perfekt, mit der scharf gezogenen Bügelfalte könnte man Brot schneiden und seine gewählte Aussprache - neben dem leicht durchblitzenden Bayrisch - verrät, dass der Mann die schönen Künste schätzt und eigentlich nur zufällig in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren wurde.

Hubert Schmid stammt aus einem bayrischen Dorf nahe Augsburg. Die schrillen 70er Jahre schillerten für Hubert noch nicht so ultrabunt wie für Ältere. Mit Bands wie Deep Purple oder Led Zeppelin hatte er noch nichts am Hut. Musik allerdings, die war seit jeher ein Thema für ihn. Schon früh geriet er in den Bann des Fernsehens. „Ich habe sie geliebt, die Schlager- und Operettensendungen. Die Stars, der Glitter, die Showbühne haben mich in ihrem Bann gezogen.“ erinnert sich Hubert Schmid heute. Die Lieder aus den Fernsehshows sog er in sich auf, konnte sie innerhalb kürzester Zeit auswendig und baute sich im Laufe der Zeit einen bunten Repertoirebogen auf. „Gesungen habe ich den ganzen Tag. Zuhause, im Schulchor und später während des Studiums.“ erzählt der Tenor.

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Vom Gymnasium in Gersthofen ging es direkt ins Konservatorium in München zum Vorsingen, wo er sofort aufgenommen wurde. Doch dabei blieb es nicht, denn schon während des Studiums sang er im Prinzregententheater und an der Bayrischen Staatsoper. Es folgten Gastspiele in Frankreich und Italien, Hubert Schmid sang sich quer durch Europa. Anfang 2003 erreichte ihn der Anruf von zwei Tenören, die nach dem geeigneten dritten Tenor Ausschau hielten. Man kannte sich bereits und nach einer Woche des Überlegens sagte er zu. „Ich bin kein Puritaner. Es ist schön, wie bei den Jungen Tenören Grenzen gelöst und musikalische Genres miteinander verbunden werden. Das wird zwar mancherorts als nicht schicklich empfunden, aber genau das macht es aus,“ meint Schmid. „Wichtig ist, die Menschen zu unterhalten, und der Dank des Publikums ist sehr, sehr viel wert“ ergänzt er. Nebensächlich sind somit Konventionen der festgefahrenen Art. „Musik im Ganzen ist das, was mir gefällt. Privat höre ich Oper genauso wie Jazz und Schlager. Es geht um gute Musik, die Stimmung macht. Es geht um die Magie der Musik“. Es geht aber auch um Entertainment. Las Vegas und die Bayrische Staatsoper schließen sich nicht automatisch aus. Hubert Schmid ist eben ein Mann der Gegensätze!

Der 3. von 4 Brüdern liebt Museen, kocht sehr gerne und schätzt die Schönheit des Lebens. „Ich reise sehr gerne, aber bin kein Badetyp“ – bei 40 Grad im Schatten wird man Hubert Schmid nicht antreffen. Da, wo rauer Wind weht, dichtes, grünes Gras sich in Richtung Küste neigt, fühlt er sich wesentlich wohler. „Ich mag England sehr. Die steil abfallenden Felsen und das ruhelose Meer.“ Wenn der Tenor reist, dann hat er stets den iPod im Gepäck - und es wäre nicht Hubert Schmid, der Mann der Gegensätze, würden darauf nicht Verdi, Dean Martin oder Lenny Kravitz ihren Platz finden. Entspannung findet der Tenor vor allem zu Hause in Marburg, wo er mit seiner Frau und den beiden Töchtern Charlotte und Lioba seit einigen Jahren lebt. „Es ist pures Glück, die Kinder lachend und juchzend, aber auch schreiend und weinend zu erleben. Die Gefühle liegen nah beieinander und sind unmittelbar. Ganz wie in der Musik.“

weitere Informationen unter www.hubertschmid.net

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